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Bleche und Bänder
Ausgangsmaterial zum Walzen sind rechteckige,
stranggegossene Aluminiumbarren, die bis 2 Meter breit und 20 Tonnen
schwer sein können. Die auf ca. 550°C erwärmten Barren
werden in mehreren Durchgängen auf einem Warmwalzgerüst
zu Platten oder Bänder vorgewalzt. Seine Fertigdicke erhält
das Vorwalzband bei Raum-temperatur auf Kaltwalzgerüsten oder
automatisierten Walzstrassen. Das Aufteilen der Bänder in Blechtafeln
erfolgt auf Querteilanlagen mit vorgeschalteten Richtmaschinen.
Nicht immer werden Bleche mit planer, glatter Oberfläche gewünscht.
Für Fassaden und Dächer sind aus stabilitätsgründen
rollgeformte Bänder mit wellen- oder trapezförmigen Querschnitten
gefragt.
Für dekorative Anwendungen können Bleche, ein- oder beidseitig,
durch Kaltprägen mit Mustern versehen werden: Pyramiden- und
Streifenmuster, Riffelbleche, usw.
Oft werden Alubleche im Verbund mit anderen Materialien verwendet.
Beispiele sind in den Bereichen Architektur, im Flugzeugbau und in
der Elektronik anzutreffen.
Folien
Die Folienwalzwerke verarbeiten weichgeglühte Vorwalzbänder
aus Reinaluminium in Dicken von 0,6 bis 0,8 mm. Durch mehrfaches Weiterwalzen
auf Einzel- oder Tandemgerüsten entstehen Alufolien im Dickenbereich
von 4,5 bis 20 tausendstel Millimeter. In der Regel wird die Folie
nach dem Fertigwalzen weichgeglüht. Dabei verdampfen Walzölreste
und die Folie wird völlig steril.
Folien können im Werk oder bei Verarbeitungsfirmen mechanisch
oder chemisch behandelt, bedruckt, lackiert, kaschiert oder mit anderen
Werkstoffen zu Verbundfolien verarbeitet werden.
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